Safari Browser

Inhaltserschließung von Fachmagazin c’t special Mac 2016/17

Safari ist ein schneller und zuverlĂ€ssiger Web-Browser, der ĂŒber Zusatztools um viele Funktionen erweitert werden kan. Aber auch ein Browser dessen Bedienung sich von anderen Browsern nicht unterscheidet, also die gĂ€ngigen Standards im Internet unterstĂŒtzt. Bis auf zwei: Java und Flash ignoriert Apple aus SicherheitsgrĂŒnden. Bei Bedarf muss nachinstalliert werden.

Das Eine und andere

  • Wie bei den meisten Browsern, ist in Safari die zentrale Eingabeleiste, also durch Eingabe des Suchbegriffs in die Adresszeile (von Apple als „Intelligentes Suchfeld“ benannt) die Suche zu starten. In den Einstellungen von Safari lĂ€sst sich im Register „Suche“ die Suchmaschine einstellen (standardmĂ€ĂŸig Google).
  • Im Suchfeld (Adresszeile) taucht ein Plus-Zeichen auf, wenn man den Mauszeiger in die Adresszeile hĂ€lt: Damit fĂŒgt man die  sichtbare Seite flink der Leseliste hinzu.
  • Neuere Safariversionen zeigen nicht mehr die volle Webadresse, sonder nur die Hauptdomain, erst ein Klick auf die URL zeigt den ganzen Link. Dessen kann man Ă€ndern, in den Einstellungen, Lasche „Erweitert“: 'VollstĂ€ndige Adresse der Website anzeigen'.
  • Einige Icons in der Symbolleiste, z. B. der Share-Button, lassen sich bei gedrĂŒckter cmd-Taste anklicken und verschieben. Was außerhalb der Symbolleiste gezogen wird, verschwindet. Im MenĂŒ Darstellung „Symbole anpassen“, desselben Rechtsklicks in die Symbolleiste stehen weitere Buttons zur Auswahl; auch solche, die ĂŒber Erweiterungen den Weg in den Browser fanden.

TastaturkĂŒrzel fĂŒr Safari

Ein paar, bald gelĂ€ufige TastaturkĂŒrzel helfen dem Workflow in Safari auf die SprĂŒnge.

  • Die Begriffssuche im Browser innerhalb einer Website: cmd+F
  • Tastaturfokus auf die Adresszeile setzen: cmd+L
  • Vielsurfer bevorzugen gegenĂŒber mehreren separaten Browser-Fenstern Reiter innerhalb eines Fensters. In Einstellungen Safari unter „Tabs“ ist zu regeln, wann sich neue Reiter öffnen sollen.
  • In selbigen Einstellungen unter „Tabs“ sind auch Tastatur-Klick-Kombinationen aufgefĂŒhrt, um zu steuern, wann der Klick auf einen Link in neuen Tab oder Fenster öffnen soll.
  • Zu einem Reiter nach rechts: ctrl+Tab. ZusĂ€tzlich die Shift-Taste gedrĂŒckt, geht es nach links.
  • Die Option in Einstellungen „Tabs“, „Verwende cmd+1 bis cmd+9″ lĂ€sst mit einer Tastenkombination die ersten neun Reiter ansteuern. Wird dessen der Haken in der Einstellung „Tabs“ entfernt, gelten cmd+1 bis 9 fĂŒr die ersten neun EintrĂ€ge der Favoritenleiste, gleich ob sichtbar oder nicht.
  • Die Favoritenleiste ein- oder ausblenden: cmd+Shift+B. Ordner ĂŒberspringt der Browser beim Durchnummerieren ĂŒbrigens.

Lesehilfen

  • Beim Lesen auf einer Website springt man mit der Leertaste genau eine Bildschirmseite nach unten und mit Shift+Leertaste geht es nach oben. FĂŒr langsameren Ablauf sind die AbwĂ€rts– oder AufwĂ€rtspfeile zu verwenden.
  • Die praktikable Reader-Ansicht (Lesemodus), wenn vorhanden, entweder ĂŒber die Adresszeile am linken Rand das Symbol klicken oder mit den Tasten: Shift+cmd+R aufrufen. Nach dem Aufruf des Lesemodus erscheint in der Adresszeile rechts  AA, anklick' dessen kann Zeichensatz, SchriftgrĂ¶ĂŸe und Hintergrund angepasst werden. Der Lesemodus wird am einfachsten mit Klick in den Leerraum beendet.

Sog. Linktausch ĂŒber iCloud

Zwischen GerÀten Links auszutauschen, kann man sich mehreren Methoden bedienen.

Meist genĂŒgt die iCloud-Synchronisation: GerĂ€te mit demselben iCloud-Account teilen ihre Tabs. Um diese zu sehen, klickt man am Mac in der Fensterleiste auf das Tab-Symbol rechts („Alle Tabs einblenden“) oder cmd+Shift+7. Unterhalb der geöffneten Tabs des aktuellen Mac sind die offenen Reiter anderer GerĂ€te gleicher iCloud-Accounts gelistet.

Die iCloud speichert den Verlauf besuchter Webseiten. Tippt man auf anderem GerĂ€t den Anfang der gesuchten Domain ein: Safari vervollstĂ€ndigt aus den Toptreffern, auch mit kĂŒrzlich auf anderen GerĂ€ten aufgerufenen Seiten. Inhalte von privaten Fenstern (cmd+Shift+N) sind von der Chronik-Einstellung ausgeschlossen und sind durch die dunkel hinterlegte Suchleiste (Adresszeile) zu erkennen. Lesezeichen werden ebenso GerĂ€te ĂŒbergreifend in der iCloud abgeglichen.

Der Abgleich ĂŒber iCloud dauert im ungĂŒnstigsten Fall ein paar Minuten. Pressiert’s, geht’s ĂŒber Senden-MenĂŒ; dort stehen Dienste wie E-Mail, Nachrichten oder AirDrop bereit.

Verwaltung der Favoriten-Links: cmd+alt+B. Die Favoritenleiste kann auch Ordner enthalten.

Kennwörter verwalten

Der Passwort-Manager von Safari merkt sich eingetippte Log-in-Daten und werden beim nĂ€chsten Besuch der Website wieder vorgeschlagen. Gibt es mehrere unterschiedliche Log-in-Daten, sind alle VerfĂŒgbaren aufgelistet.

Erkennt der Browser ein Anmeldefeld, findet aber nicht die richtige Anmeldeinformation, lohnt sich ein Klick auf den Pfeil nach unten neben dem Schlosssymbol. Über „Andere Passwörter 
“ öffnet sich die Liste sĂ€mtlicher Safari-Kennwörter nebst Suchfeld und das Passwort ist manuell auszuwĂ€hlen. Alternativ schlĂ€gt der Passwort-Manager neue, sichere Passwörter vor und sichert sie im AnmeldungsschlĂŒsselbund, der auf Wunsch mit anderen GerĂ€ten per iCloud synchronisiert werden kann. Das kostenpflichtige App „1Password“ ist flexiblerer Verwaltung.

CPU-Leistung sparen

Viele geöffnete Tabs können Safari wie andere Browser sehr trÀge machen und mal den Rechner ausbremsen.

Die Bremser in der Menge aufzuspĂŒren, ist aufwendig. Anhaltspunkte liefert die „AktivitĂ€tsanzeige“. Im Reiter CPU sind alle zum Browser gehörenden Prozesse zu sehen. Suchfelds eingĂ€be von „safari“, sind die interessant, die mit „http“ beginnen und dauerhaft ĂŒber 0,1 Prozent CPU-Leistung verbraten. Sortiert wird am besten ĂŒber „Energiebedarf“, diese weitere Spalte wird ĂŒber das MenĂŒ „Darstellung / Spalten / Energiebedarf“ aktiviert. Jeder http-Prozess steht fĂŒr einen Tab. Um eine freidrehende Website zu beenden, ist deren Prozess auszuwĂ€hlen und mit doppelklicken im sich öffnenden Inspektor ist auf „Beenden“ zu klicken oder Tastenkombination: cmd+alt+Q.

Sind mehrere Browserfenster mit Unmengen an Tabs offen, bĂŒndelt die AktivitĂ€tsanzeige alle Reiter eines Fensters. Aber die Spalte „Prozessname“ zeigt nur den ersten Tab an, gefolgt von „…“. In diesem Fall ist es am besten das hyperaktive Browserfenster herauszusuchen und nach und nach dessen Tabs schließen, um den ÜbeltĂ€ter aufzuspĂŒren.

Grafikintensive Werbebanner, Flash-Inhalte oder andere Plug-ins sind oft das Problem. Die passenden Einstellungen finden sich unter „Sicherheit“. Dort können JavaScript und Plug-ins generell abgedreht werden, doch das kann das Surfen sehr zum Nachteil beeintrĂ€chtigen.

  • Stattdessen können obigen Aufrufs „Sicherheit“ in dessen Fenster befindlichen „Plug-in-Einstellungen“ die Webseiten gezielt aussuchen, dessen der Betrieb jeweiligen Plug-ins erlaubt sein soll. So kann man etwa Silverlight auf die Netflix Seite beschrĂ€nken und fĂŒr alle anderen blockieren. FĂŒr neu hinzukommende Webseiten erlaubt die Option „Fragen“ flexible Entscheidungen. Übrigens: So  manches Update erspart sich, wer Flash gleich deinstalliert und fĂŒr die letzten Flash-Pflicht-Seiten den Chrome-Browser installiert: Der hat einen eigenen Flash-Player und aktualisiert sich selbst. – Komfortabler geht es mit der Erweiterung ClickToPlugin, es erlaubt Plug-ins nur bei Bedarf mit einem Klick zu starten, und wandelt – wo technisch möglich – Pflug-in Inhalte in HTML5-Code. Energie und Akkulaufzeit kann man sparen, wenn in den Safari-Einstellungen, Lasche „Erweitert“ die Option „Plug-ins zum Stromsparen stoppen“ aktiviert ist. Das von Webseiten gesendete Audio kann man auch abschalten: Dazu im jeweiligen Suchfeld auf Audio-Symbol klicken – das zeigt auch alle betroffenen Tabs – oder die Option „Andere Tabs stummschalten“ wĂ€hlen. Außerdem empfiehlt es sich, unnötige Erweiterungen zu deaktivieren.

Entwickler Modus aktivieren

Z. B.: Seitenquelltext einblenden

Mit dieser Option wird der HTML-Quellcode fĂŒr den Haupt-Frame der angezeigten Webseite angezeigt.

 

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