JPG, PNG, GIF und SVG –
4 Dateiformate

webessenz
Mit freundlicher Genehmigung sind Textteile der Website „webessenz“ entliehen.

Der Bildformate als Merkmalsträger bedarf es Übersichts informative Unterscheidung. Hiermit ein Beitrag in Zusammenfassung von Eigenschaften der Bildformate für das Web. 

JPG oder auch JPEG (Joint Photographic Experts Group)

Das pixelbasierte Format wurde im Jahre 1992 von der Joint Photographic Experts Group vorgestellt. Eine Darstellung bis zu 16,7 Millionen Farben ist möglich.

  • Kompression: JPG-Dateien werden gemäß Arbeitsschritten komprimiert, d. h., erneute Bearbeitung und Abspeicherung ist verlustbehaftet, aber den Farbumfang (weitgehend) erhält.
  • Transparenz: Das JPEG-Format kann keine Transparenzen darstellen.
  • Animation: Animationen sind nicht möglich.

Der Darstellung bis zu 16,7 Millionen Farben und der Art der Kompression eignet sich das JPEG-Format am besten für Fotos mit vielen Farben ohne transparente Bereiche.

PNG (Portable Network Graphics)

Das PNG-Grafikformat für Rastergrafiken wurde ab 1994 als freie Alternative für das GIF-Format entwickelt. Das GIF-Format war bis ins Jahre 2006 durch ein Softwarepatent geschützt und es wurden Lizenzgebühren gefordert. Das trug zur schnellen Verbreitung des PNG-Formates bei. Ein PNG kann von 256 (PNG8) bis zu 16,7 Millionen (PNG24) Farben darstellen.

  • Kompression: Ein Vorteil des PNG-Formates ist die verlustfreie Kompression. Allerdings hat das zur Folge, dass die gespeicherten Dateien größer sind.
  • Transparenz: Das PNG kann Alpha-Transparenzen darstellen. Das heißt, Bereiche des Bildes können nicht nur ganz oder gar nicht transparent sein, sondern es können auch halbtransparente Bereiche dargestellt werden. Bei 8 Bit sind bis zu 256 Abstufungen oder bei 16 Bit sogar 65.536 Abstufungen der Transparenzstärke möglich. Bisher kommt meistens der 8 Bit Alphakanal zum Einsatz. Dadurch ist es möglich, Kanten zu glätten oder Schlagschatten darzustellen.
  • Animation: Animationen sind im PNG-Format nicht möglich.

Eignung für Bilder mit transparenten Bereichen, Text und Logos.

GIF (Graphics Interchange Format)

Steve Wilhite entwickelte dieses Format im Jahre 1987. Ein GIF kann maximal 256 Farben darstellen.

  • Kompression: Beim GIF erfolgt die Kompression verlustfrei. Wegen dieser effizienten Komprimierung mittels LZW-Algorithmus wurde das GIF bekannt, da es deutlich weniger Speicherplatz brauchte, als die damals üblichen Formate.
  • Transparenz: Dieses Format kann Transparenz darstellen, doch nur alles oder nichts: Halbtransparenzen sind nicht möglich.
  • Animation: Das GIF-Format ermöglicht Animationen. Mehrere Bilder werden gespeichert und von den Browsern zeitverzögert abgespielt, wie bei einem Daumenkino. In diesem Artikel gibt es 16 animierte GIF-Logos zu sehen. Im Tumblr-Blog von IBM wird ebenfalls gerne mit GIF’s gearbeitet.

GiF ist prinzipiell für Grafiken, Buttons, Logos und auch Strichzeichnungen. Doch wegen dem Siegeszug des PNG-Formates kommt es inzwischen meistens für Animationen zum Einsatz.

SVG (Scalable Vector Graphics)

Das SVG-Format macht es möglich, zweidimensionale Vektorgrafiken darzustellen. Es wurde vom World Wide Web Consortium (W3C) entwickelt und im Jahre 2001 eingeführt.

  • Kompression: Da es sich um ein Vektor-Format ohne Pixel handelt, können SVG-Grafiken verlustfrei skaliert werden. Die Dateigröße bleibt dennoch gering.
  • Transparenz: Wie auch beim PNG sind Alpha-Transparenzen bei SVG’s möglich.
  • Animation: SVG-Dateien können mit JavaScript animiert und verändert werden. Ein paar Beispiele hierfür findet man in folgendem Artikel: The Seven Stages auf SVG von Chris Gannon und auf dieser Website: SVG Drawing Animation
  • Besonderheiten: Da das SVG-Format auf XML basiert, kann die Datei als Code eingefügt (und auch verändert) werden. Hier lässt sich eine bessere Ladezeit erzielen, da der Browser die Grafik darstellt und nicht erst noch eine Datei vom Server geladen werden muss. SVG’s kann man auch als Datei mit der Endung .svg oder .svgz abspeichern. In dem Falle behandelt man die Grafik wie eine .jpg- oder .png-Datei. – Alle modernen Browser (Internet Explorer erst ab Version 9) können das Format verarbeiten.
  • Fit für Responsive Webdesign: SVG-Grafiken eignen sich vor allem für Websites, die sich dem benutzten Endgerät anpassen.
    • Die kleine Dateigröße kommt Smartphone-Nutzer mit geringer Bandbreite entgegen. Zudem passt sich die Grafik gleich dem Endgerät an und verkleinert sich, wenn auf einem Tablet weniger Platz vorhanden ist als auf dem Desktop-PC.
      • Hier ist zu beachten, dass keine Höhen- und Breitenangaben mit abgespeichert werden dürfen, wenn die Grafik frei skalierbar sein soll.
    • Soll die Grafik als Code eingefügt werden, muss „height“ und „width“ entfernt werden. Kommt eine .svg-Datei zum Einsatz, muss schon beim Export aus dem Grafikprogramm darauf geachtet werden, sie als interaktives oder responsive SVG abzuspeichern.

Das SVG-Format eignet sich für alles, was geometrische Formen und Linien hat: Logos, Infografiken, Diagramme, mehrfarbige Icons, Text, u.s.w.

Vergleich

JPG/JPEG PNG GIF SVG
Kompression verlustfrei
Transparenz
(Abstufungen)

(ja/nein)

(Abstufungen)
Animation
max. Farben 16,7 Mio. 16,7 Mio. 256 16,7 Mio.
Eignung Fotos Bilder mit Transparenzen, Text und Logos Animationen Logos, Infografiken, Diagramme, mehrfarbige Icons, Text, Animationen

Fazit:

Für detailreiche Bilder mit vielen Farben ist JPEG die erste Wahl, da bei der Kompression auf Farberhalt Wert gelegt wird.

Das PNG hat größtenteils das GIF abgelöst. Einzig wenn eine PNG-Datei zu groß werden würde oder für Animationen wird das GIF bevorzugt.

Das SVG-Format ist bisher nicht weit verbreitet. Doch das Potential ist vorhanden: Mit JavaScript lassen sich ebenfalls Animationen realisieren und es besticht durch geringe Dateigrößen und Skalierbarkeit. Das wird auch für die zunehmende Anzahl verschiedener mobiler Endgeräte immer wichtiger.

Bild (Vektorgrafik, 7KB), mohamed_hassan

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