Programme aus dem App Store
und andere Provenienz

Textgrundlage von Fachmagazin c’t special Mac 2016/17

Der App Store ist nicht der einzige Weg, um Programme auf den Mac zu bekommen – aber die komfortabelste.

Programme anderer Software-Schmieden lassen sich in macOS installieren. Apple unterscheidet zwei Gruppen:
  • Zertifizierte Entwickler sind bei Apple mit ihren Daten angemeldet und haben Zugriff auf alle Werkzeuge, d. h. auch frühere Beta-Versionen und Ähnliches mehr – gegen Entgelt.
  • Nicht zertifizierte Entwickler gilt Vorhergehendes nicht. Die Programme müssen nicht schlechter sein, allerdings ist die Unsicherheit höher, dass sie Schadcode enthalten könnten. Sie lassen sich zwar problemlos installieren, jedoch verweigert macOS aus Sicherheitsgründen den Start des Programms mit einer Warnmeldung. Soll das Programm dennoch gestartet werden, ist es im Programm-Ordner mit Rechtsklick, der Auswahl „Öffnen“  und nach erneuten übergehen der Warnung trotzdem zu starten. Die Entscheidung merkt sich der Mac und fragt beim nächsten Mal nicht mehr nach.

App Store – Programme

Programme aus dem App Store installieren geht einfach über das Apfel-Menü li. oben oder über das App-Store-Symbol im Dock. Im App-Store sind ausschließlich Programme zu finden, die von Apple geprüft und freigegeben wurden. Hier kann man nach Kategorien stöbern oder gezielt suchen. Bei kostenpflichtigen Programmen auf den Preis klicken, um es zu kaufen, bei kostenlosen auf den Button „Laden“. Nach eingäbe des Kennwortes der Apple-ID, wird das Programm automatisch installiert und steht sofort zur Verfügung. Alle von hier geladenen Programme stehen auch anderen Macs, bei denen derselben Apple-ID zur Verfügung. Die Einkäufe werden im Register „Gekaufte Artikel“ im App-Store verwaltet. Viele Programme werden regelmäßig von ihren Entwicklern überarbeitet. In diesem Fall steht im Register „Updates“ des App Store ein kostenloses Update an, das mit einem Klick installiert wird.

Programme aus anderen Provenienzen

Apple hat für den App-Store rigorose Regeln erstellt, die bestimmte systematische Zugriffe eines Programms ausschießen (Performen-Box). Nebst behält Apple einen Teil des über den App Store erzielten Umsatz zur Finanzierung der Umsatzstruktur ein. Wenn ein Entwickler für sein Programm die Performen-Box verlassen möchte, ebd., weil er nicht bereit ist, Apple am Umsatz zu beteiligen, muss er sein Programm eigenständig anbieten, etwa als Download von seiner Website.

Kostenlose Software ist u. a. auf Portalen wie Heise Download zu bekommen, welche die Kollegen die Apps z. B. auf Viren prüfen.

Installation

Die meisten Installer liegen als Disk-Image-Datei (DMG) vor, das ist ein spezielles Dateiformat von macOS. Bei Öffnung mit Doppelklick einer solcher Datei wird der Inhalt wie ein physikalisches Laufwerk im Finder gezeigt (gemountet). Hier ist dann wie auf einer CD eine Programmdatei, welche meistens nur in den Programm-Ordner des Finders gezogen werden muss. Es gibt aber Installer, die noch weitere Klicks erfordern und zusätzliche Dateien an den richtigen Stellen ablegen, welche häufig die Zustimmung per Eingabe des Admin Passwortes anfordern.

Deinstallation

Ein mit Drag & Drop installiertes Programm wird man normal einfach los: Wechsel im Finder zu den Programmen und dort das entsprechende Programm löschen. Dabei bleiben zwar einige individuelle Einstellungen des Programms zurück, doch die sind meist nur wenige KByte groß und stören macOS nicht weiter.

Das gilt allerdings nicht, wenn ein Programm über einen speziellen Installer installiert wurde. Dieser Hinsicht handelt es sich um Programme, die systemnahe Eingriffe vornehmen, die nur mit Mühe  (wenn schlechthin möglich) rückgängig zu machen sind. Solche Programme dürfen nicht manuell gelöscht werden, sondern sind über die Unistall-Routine, die diese Programme normalerweise mitliefern, zu entfernen. Eine Systemsteuerung Programme, wie sie unter Windows oft gut funktioniert, gibt es in macOS nicht.